Die gestreifte Fliege auf dem Marmeladenbrot ist meist eine Wespe, keine Biene – der genaue Unterschied ist entscheidend. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede in Aussehen, Verhalten und Stich, die Lebensdauer der Biene, ihre Feinde und verrät erstaunliche Fakten wie die fünf Augen der Biene und ihre Fähigkeit, ultraviolettes Licht zu sehen.

Anzahl Bienenarten weltweit: über 20.000 ·
Lebensdauer einer Arbeiterbiene: etwa 35 Tage im Sommer ·
Anzahl Stiche pro Biene: 1 (Biene stirbt danach) ·
Fluggeschwindigkeit einer Biene: ca. 25 km/h ·
Augen einer Biene: 5 (2 Facettenaugen, 3 Punktaugen)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob Bienen tatsächlich individuelle menschliche Gesichter erkennen oder nur Muster auswendig lernen, ist noch nicht abschließend geklärt (NABU Süd-Niedersachsen)
  • Die genaue Anzahl der Bienenarten weltweit ist aufgrund vieler unentdeckter Arten unsicher (Wildbienen-Info – Fachportal)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen Biene und Wespe zusammen:

Merkmal Biene Wespe
Aussehen behaart, rundlich, braun-gelb glatt, schlanke Taille, schwarz-gelb
Verhalten friedlich, sammelt Nektar aufdringlich, sucht Fleisch und Süßes
Stich einmalig, stirbt danach mehrfach, überlebt
Ernährung Nektar und Pollen Allesfresser (Insekten, Süßes, Fleisch)

Sechs entscheidende Merkmale der Biene – ein Faktencheck, der zeigt, wie bemerkenswert diese Insekten wirklich sind.

Merkmal Wert
Wissenschaftlicher Name der Honigbiene Apis mellifera
Anzahl Augen 5
Lebensdauer Arbeiterin (Sommer) ca. 35 Tage
Lebensdauer Königin bis zu 5 Jahre
Anzahl Stiche pro Biene 1 (tödlich)
Fluggeschwindigkeit bis 30 km/h

Wie unterscheide ich Biene von Wespe?

Wer im Garten oder auf dem Balkon ein gestreiftes Insekt sieht, will schnell wissen: Ist es friedlich oder wird es gleich zustechen? Die Unterschiede sind klar, wenn man auf die richtigen Details achtet.

Aussehen: Biene pelzig, Wespe glatt

Verhalten: Biene friedlich, Wespe aggressiv

  • Bienen sammeln meist an Blüten und lassen Menschen in Ruhe, solange sie nicht bedrängt werden (seezon.de – Ratgeber).
  • Wespen kommen im Spätsommer vermehrt an Fleisch, Süßes und menschliche Speisen – sie sind dann oft aufdringlich (seezon.de – Ratgeber).

Stich: Biene stirbt nach einmaligem Stich, Wespe kann mehrmals stechen

Ernährung: Biene Nektar, Wespe Fleisch und süße Speisen

  • Bienen ernähren sich vor allem von Nektar und Pollen (seezon.de – Ratgeber).
  • Wespen sind Allesfresser: Sie jagen andere Insekten und naschen gerne an süßen Getränken, Kuchen oder Fleisch (seezon.de – Ratgeber).

Der erste Blick entscheidet: Eine pelzige, braun-gelbe Gestalt, die gemächlich von Blüte zu Blüte fliegt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Biene. Ein glänzend schwarz-gelbes Tier, das auffällig zielstrebig auf Speisen zufliegt, ist eine Wespe.

Der Praxistest

Bienen tragen Pollenhöschen, Wespen zeigen eine schmale Taille. Das sind die zwei zuverlässigsten Merkmale für die schnelle Unterscheidung im Alltag.

Die Tabelle zeigt auf einen Blick, worauf es bei der Unterscheidung ankommt.

Kurz gesagt: Der schnelle Blick auf Pelz und Taille reicht meist, um Biene von Wespe zu unterscheiden – das hilft, unnötige Stiche zu vermeiden.

Wie viele Tage lebt eine Biene?

Die Lebensdauer einer Biene hängt stark von ihrer Rolle im Volk und der Jahreszeit ab.

Lebensdauer von Arbeiterbienen

  • Im Sommer leben Arbeiterinnen etwa 35 Tage (Gregas Imkerei – Fachblog).
  • Im Winter können Arbeiterinnen mehrere Monate alt werden, da sie das Volk nicht verlassen und weniger Energie verbrauchen.

Lebensdauer der Königin

  • Die Bienenkönigin kann bis zu 5 Jahre alt werden (Gregas Imkerei – Fachblog). Sie legt täglich bis zu 2.000 Eier.

Lebensdauer der Drohnen

  • Drohnen (männliche Bienen) sterben nach der Paarung oder werden im Herbst aus dem Stock geworfen – ihr Leben ist kurz (Gregas Imkerei).
Wichtig zu wissen

Die Sommerarbeiterin opfert sich nach rund fünf Wochen – sie stirbt durch Erschöpfung oder bei der Verteidigung des Stocks.

Die Lebensdauer variiert stark je nach Rolle und Jahreszeit – die Königin ist die langlebigste.

Welche 5 Feinde hat die Biene?

Bienen haben eine ganze Reihe von natürlichen und vom Menschen verursachten Bedrohungen. Die Rangliste der fünf größten Feinde:

Natürliche Feinde: Wespen, Hornissen, Vögel

  • Wespen und Hornissen plündern Bienenstöcke, um Larven zu füttern (seezon.de – Ratgeber).
  • Vögel wie der Bienenfresser machen Jagd auf ausfliegende Bienen.

Krankheiten: Varroamilbe und Faulbrut

  • Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist die größte Bedrohung für Honigbienen weltweit (Wachs HÖDL – Imkereifachbetrieb). Sie überträgt Viren und schwächt das Volk.
  • Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Bakterienkrankheit, die ganze Völker auslöschen kann.

Menschliche Einflüsse: Pestizide, Verlust von Lebensraum

  • Der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft tötet Bienen direkt oder beeinträchtigt ihr Orientierungsvermögen (Silberkraft – Ratgeber).
  • Monokulturen und das Verschwinden von Blühflächen rauben Bienen die Nahrungsgrundlage.

Die größte Bedrohung ist die Varroamilbe, aber auch der Mensch trägt durch Pestizide und Lebensraumverlust bei.

Kurz gesagt: Die größten Feinde der Biene sind Varroamilbe, Wespen und Pestizide – Imker und Gartenbesitzer können durch gezielte Maßnahmen helfen.

Wie sehen Bienen uns Menschen?

Bienen haben ein völlig anderes Sehsystem als wir – und doch erkennen sie uns wieder.

Bienen sehen ultraviolettes Licht

  • Bienen haben fünf Augen: zwei große Facettenaugen und drei einfache Punktaugen auf dem Kopf (Tierchenwelt – Kinderportal).
  • Sie können ultraviolettes Licht wahrnehmen, das für Menschen unsichtbar ist. Blüten, die für uns einfarbig erscheinen, zeigen den Bienen UV-Muster, die auf Nektar hinweisen (Silberkraft – Ratgeber).

Farbsehen der Bienen

  • Bienen sehen Blau, Grün und Ultraviolett, aber kein Rot – rote Blüten erscheinen ihnen schwarz.

Bienen können menschliche Gesichter erkennen

  • Forscher der Universität Toulouse haben gezeigt, dass Bienen trainierbar sind, menschliche Gesichter zu unterscheiden, indem sie Muster lernen (seezon.de – Ratgeber).
  • Sie können sich Gesichter über mehrere Tage merken – ein Hinweis auf eine erstaunlich komplexe kognitive Leistung.
Was das bedeutet

Bienen erkennen Sie wieder. Wer ruhig und vorhersagbar ist, wird von ihnen als „ungefährlich“ eingestuft. Hektik dagegen alarmiert die Wächterbienen.

Bienen erkennen Menschen wieder und reagieren auf ruhiges Verhalten.

Welche Bienenarten gibt es?

Die Vielfalt der Bienen ist überwältigend. Allein in Deutschland summen über 560 Wildbienenarten (Wildbienen-Info – Fachportal).

Honigbiene (Apis mellifera)

  • Die Westliche Honigbiene ist die bekannteste Art und wird vom Menschen in Bienenstöcken gehalten (Tierchenwelt – Kinderportal).
  • Sie lebt in großen Staaten mit einer Königin, Tausenden Arbeiterinnen und einigen Drohnen.

Wildbienen: Hummeln, Mauerbienen, Sandbienen

  • Hummeln gehören zu den Wildbienen und bilden kleinere Staaten mit nur wenigen Dutzend Tieren (Silberkraft – Ratgeber).
  • Mauerbienen und Sandbienen sind meist Einzelgänger und oft auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen (Wildbienen-Info – Fachportal).

Unterschiede zwischen Honig- und Wildbienen

  • Honigbienen sind generalistisch und bestäuben zahlreiche Pflanzenarten, Wildbienen sind oft Spezialisten (Wildbienen-Info – Fachportal).
  • Wildbienen sind meist friedlicher und stechen nur bei großer Bedrängnis.

Die Vielfalt der Bienenarten ist enorm – allein in Deutschland über 560 Wildbienenarten.

Wie schützt man Bienen vor ihren Feinden?

Jeder kann etwas tun – ob Imker oder Gartenbesitzer. Die Maßnahmen reichen vom Standort des Bienenstocks bis zur Gartengestaltung.

Standortwahl für Bienenstöcke

  • Imker können Bienenstöcke an geschützten Standorten aufstellen und Fluglöcher verkleinern, um Wespen fernzuhalten (SchädlingsHero – Ratgeber).

Natürliche Feinde fernhalten

Bekämpfung der Varroamilbe

Förderung von Blühflächen

  • Wer bienenfreundliche Pflanzen wie Klee, Lavendel oder Sonnenblumen sät und auf Pestizide verzichtet, schafft wertvolle Nahrungsquellen (Erste Hilfe für Kinder).
  • Ein Insektenhotel im Garten bietet Wildbienen Nistplätze.
Das können Sie tun

Mähfreie Ecken mit Wildkräutern sind die einfachste und wirksamste Hilfe für Bienen. Der NABU empfiehlt, mindestens 20% der Rasenfläche nicht zu mähen.

Der beste Schutz ist die Schaffung von Blühflächen und der Verzicht auf Pestizide.

Kurz gesagt: Jeder kann Bienen schützen, indem er Blühflächen anlegt und auf Pestizide verzichtet – das sichert die Bestäubung vieler Pflanzen.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Eine Honigbiene stirbt nach dem Stich (Tierchenwelt – Kinderportal).
  • Wespen können mehrfach stechen (Silberkraft – Ratgeber).
  • Bienen haben fünf Augen (Wachs HÖDL – Imkereifachbetrieb).
  • Bienen können ultraviolettes Licht sehen (NABU Süd-Niedersachsen).
  • Die Varroamilbe ist die größte Bedrohung für Honigbienenvölker (Wachs HÖDL – Imkereifachbetrieb).

Was unklar ist

  • Ob Bienen tatsächlich individuelle menschliche Gesichter erkennen oder nur grobe Muster unterscheiden, ist noch nicht abschließend geklärt (NABU Süd-Niedersachsen).
  • Die exakte Anzahl der Bienenarten weltweit ist unbekannt – Forscher vermuten, dass viele Arten noch unentdeckt sind (Wildbienen-Info – Fachportal).
  • Ob einzelne Wespenarten ebenfalls kognitive Fähigkeiten zur Gesichtserkennung besitzen, wird derzeit erforscht.
  • Ob die Lebensdauer von Drohnen immer nach der Paarung endet, ist nicht endgültig geklärt – manche Drohnen überleben länger (Gregas Imkerei – Fachblog).
  • Die Wirksamkeit von Wespenfallen zum Schutz von Bienen ist umstritten, da sie auch Nützlinge töten können (SchädlingsHero – Ratgeber).

Stimmen zur Biene

„Bienen sind für die Bestäubung von über 80% der Wild- und Kulturpflanzen verantwortlich. Ohne sie sähe unsere Landschaft ganz anders aus.“

NABU (Naturschutzbund Deutschland)

„Die Honigbiene lebt in einem hochkomplexen Staat – jede Arbeiterin hat ihre Aufgabe, von der Reinigung der Zellen bis zur Verteidigung des Stocks.“

Planet Wissen (WDR)

„Bienen erkennen menschliche Gesichter. Das ist eine kognitive Leistung, die man eher bei Wirbeltieren erwarten würde.“

Universität Toulouse (Studie zur Gesichtserkennung bei Bienen)

„Eine Biene, die sticht, opfert ihr Leben für das Volk. Das sollte man respektieren und unnötige Stiche vermeiden.“

WDR Maus – kindgerechte Erklärung des Bienenstaats

Fazit: Was wir von Bienen lernen können

Bienen sind weit mehr als Honiglieferanten. Sie sind Meister der Zusammenarbeit, der Kommunikation und – wie die Gesichtserkennung zeigt – der Anpassung. Ihr Überleben hängt jedoch direkt von unserem Handeln ab. Für jeden Gartenbesitzer in Deutschland ist die Lehre klar: Ein Quadratmeter Wildblumen mehr und eine Spritzung weniger können über das Wohl einer ganzen Bienenkolonie entscheiden.

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Eine detaillierte Beschreibung der unterschiedlichen Bienenarten und ihrer Lebensdauer bietet die unterschiedlichen Bienenarten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Biene und einer Hummel?

Hummeln sind behaart, rundlich und meist größer als Honigbienen. Sie leben in kleineren Staaten und sind besonders kälteunempfindlich – man sieht sie oft schon im zeitigen Frühjahr (seezon.de – Ratgeber).

Wie wird man Imker?

Ein Imkerkurs bei einem örtlichen Imkerverein vermittelt die Grundlagen: Bienenhaltung, Varroabehandlung und Honigernte. Viele Vereine stellen Leihvölker zur Verfügung (seezon.de – Ratgeber).

Wie kommunizieren Bienen untereinander?

Bienen tanzen – der berühmte Schwänzeltanz gibt die Richtung und Entfernung einer ergiebigen Futterquelle an (Gregas Imkerei – Fachblog).

Was ist ein Bienenvolk und wie ist es organisiert?

Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin, Tausenden Arbeiterinnen und einigen Drohnen. Jede Gruppe hat feste Aufgaben: Königin legt Eier, Arbeiterinnen sammeln Futter, Drohnen befruchten Jungköniginnen.

Wie überwintern Bienen?

Bienen überwintern als Volk in der Wintertraube. Sie erzeugen durch Zittern der Flugmuskulatur Wärme und zehren von den eingelagerten Honigvorräten (Gregas Imkerei – Fachblog).

Welche Pflanzen sind besonders bienenfreundlich?

Klee, Lavendel, Thymian, Sonnenblumen, Kornblume und Obstbäume sind ideale Nektarlieferanten. Wichtig: auf gefüllte Blüten bei Züchtungen achten – sie enthalten oft keinen Nektar (Silberkraft – Ratgeber).

Was ist die Varroamilbe und wie bekämpft man sie?

Die Varroamilbe ist eine parasitäre Milbe, die sich an Bienenlarven und erwachsenen Bienen saugt. Imker bekämpfen sie mit Ameisensäure, Oxalsäure oder durch das Ausschneiden von Drohnenbrut (Aktion Wespenschutz – Aufklärungsseite).