
PR (Public Relations): Definition, Aufgaben und Beispiele
Public Relations – schon der Begriff klingt nach glänzenden Pressekonferenzen und prominenten Kontakten. Doch was steckt wirklich dahinter, wenn Unternehmen und Organisationen mit ihrer Umwelt kommunizieren? Gehen wir der Sache auf den Grund: einer Disziplin, die weit mehr ist als nur „Öffentlichkeitsarbeit“ – sie ist das strategische Ohr und die Stimme einer jeden Organisation.
Kernaufgaben laut DPRG: Situationsanalyse · Strategie · Beratung · Umsetzung · Evaluation · Nacharbeit · Ziel laut BERUFENET: Vertrauen und Verständigung formen · Definition laut absolventa: Überzeugen von relevanten Zielgruppen
PR auf einen Blick: Die Eckdaten
- Public Relations = Öffentlichkeitsarbeit
- Gabler: Organisations-Umwelt-Kommunikation
- Vertrauen und Reputation aufbauen
- Verständigung und Dialog fördern
- PR-Manager, Pressesprecher, PR-Berater
- DPRG, PRCA, GPRA als Berufsverbände
- Pressearbeit, Events, Krisenkommunikation
- Digital: Social Media, Unternehmensblog, Website
PR-Definition: Was ist Public Relations genau?
Die erste Klarstellung: PR ist nicht einfach kostenlose Werbung. Die Wurzeln liegen in der Überzeugung, dass ein Unternehmen oder eine Organisation nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie mit ihrer relevanten Umwelt kommuniziert – und zwar ehrlich und transparent. „Public Relations“ bedeutet dabei wörtlich „öffentliche Beziehungen“, aber die Praxis ist viel ambitionierter: Es geht darum, Vertrauen zu schaffen und zu pflegen, wie es das Gabler Wirtschaftslexikon (dessen Definition die Organisations-Umwelt-Kommunikation betont) beschreibt.
Der Berufsverband DPRG fasst PR als Auftragskommunikation, die Standpunkte vermittelt und Orientierung schafft – ein aktives Gestalten des Dialogs, nicht bloßes Reagieren. Auch die Universität Potsdam betont diesen Prozesscharakter und verweist darauf, dass PR ein wechselseitiges Kommunikationsmanagement darstellt, wie es auch die Quelle von Universität Potsdam (dessen Fokus auf öffentlichen Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen liegt) zeigt.
Wir sprechen also nicht von einer Linie, sondern von einem Kreislauf: Analyse, Planung, Umsetzung – und dann wieder von vorne. Diese Definition wird im nächsten Absatz greifbar, wenn wir uns ansehen, welche Aufgaben daraus entstehen.
Die sechs Kernaufgaben der PR – mehr als nur Pressearbeit
Das PR-Berufsbild der DPRG (das die Berufsbilder des Berufsverbands detailliert) definiert sechs Kernaufgaben, die in der Formel AKTION zusammengefasst werden können. Es sind nicht nur Tätigkeiten, sondern eine Haltung – jede Aufgabe trägt zur Vertrauensbildung bei.
- Analysieren und Beobachten: Situationsanalysen und Meinungsbilder erfassen, um die Ausgangslage zu verstehen.
- Konzipieren und Planen: Strategien entwickeln, die nicht nur kreativ, sondern auch messbar sind.
- Informieren und Steuern: Die Geschäftsleitung in Kommunikationsfragen beraten – ein zentraler Hebel für den Erfolg.
- Umsetzen und Realisieren: Kommunikationsmaßnahmen konkret durchführen – vom Event bis zur Kampagne.
- Gestalten und Produzieren: Texte verfassen – von Pressemitteilungen bis zu Reden.
- Evaluieren und Nacharbeiten: Den Erfolg messen, lernen und justieren – der Kreislauf schließt sich.
PR-Maßnahmen in der Praxis: Das machen PR-Manager wirklich
Wie sieht das also in der Praxis aus? Jobted (ein Karriereportal, das die vielfältigen Aufgaben von PR-Managern auflistet) führt typische Maßnahmen auf, die den Unterschied machen:
- Pressearbeit konkret: Pressemitteilungen schreiben und versenden, Pressekonferenzen organisieren.
- Medienkontakte pflegen: Netzwerken und den Draht zu Journalisten halten – ein Dauerbrenner.
- Reputationsmanagement: Das Image der Organisation überwachen und gezielt stärken.
- Krisenkommunikation: In kritischen Situationen schnell und besonnen handeln.
- Eventplanung: Von Presseevents bis zu Fachmessen – Events sind emotionale Botschafter.
academics.de, openpr.de, web.arbeitsagentur.de, openpr.de, bwl-lexikon.de, wirtschaftscheck.de
Häufige Fragen rund um die PR (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen PR und Werbung?
Während Werbung meist bezahlte, klar absenderbezogene Botschaften nutzt, konzentriert sich PR auf unbezahlte, glaubwürdige Kommunikation durch Medienarbeit und Dialog. PR ist eher das Rauschen im Kopf, Werbung der laute Ruf auf dem Marktplatz.
Was ist PR für ein Beruf?
PR-Berufe sind strategische Begleiter der Geschäftsführung. Sie analysieren, beraten und kommunizieren, um Vertrauen aufzubauen und zu pflegen.
Ist PR nur etwas für große Konzerne?
Nein, auch mittelständische Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, Verbände und sogar Politiker und Politikerinnen nutzen PR. Jede Organisation, die auf Vertrauen angewiesen ist, kann von professioneller Öffentlichkeitsarbeit profitieren – der Aufwand wird nur an die jeweilige Unternehmensgröße angepasst.
Fazit: PR ist Vertrauensarbeit – mit Strategie und Weitblick
Die Verlockung ist groß, PR auf einzelne Kampagnen oder eine kurze Presseerwähnung zu reduzieren. Doch die wahre Kunst liegt in der Kontinuität. Die – eingangs als Absolventa (ein Karriereportal, das das Berufsbild und das Ziel der PR beschreibt) und andere Quellen genannten – Ziele als Förderung von Reputation und Vertrauen, ist eben eine Frage des langen Atems.
„Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, dass der Mensch sich über das Verhalten der Organisation informieren kann. Sie haben das Recht auf Orientierung über das, was in der Organisation vorgeht, was sie tut, was sie erreichen will.”
– Berufsverband DPRG (in seinem Berufsbild, das auf pr-journal.de abrufbar ist)
(Diese Interpretation basiert auf dem DPRG-Berufsbild von 2022 und ist eine sinngemäße Zusammenfassung, keine wörtliche Zitat.)
Quelle: Die in diesem Beitrag verwendeten Informationen und Fakten stammen aus den genannten Quellen: Gabler Wirtschaftslexikon, DPRG PR-Berufsbild, Universität Potsdam, Absolventa, Jobted und Indeed Deutschland.