
mumok Wien: Preise, Öffnungszeiten & Ausstellungen
Wer in Wien moderne Kunst erleben will, landet früher oder später im mumok – dem Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Das markante schwarze Gebäude im MuseumsQuartier beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen des Landes und bietet ein Programm, das weit über die übliche Ausstellung hinausgeht.
Sammlungsgröße: rund 10.000 Werke ·
Standort: MuseumsQuartier, Wien ·
Eintritt Erwachsene: ab 18 Euro ·
Gründungsjahr: 1962 ·
Öffnungszeiten: täglich außer Montag, 10–18 Uhr
Kurzüberblick
- Das mumok ist ein Bundesmuseum in Wien (MuseumsQuartier Wien – offizielles Profil).
- Die Sammlung umfasst rund 10.000 Werke von etwa 1.600 Künstler:innen. (MuseumsQuartier Wien – offizielles Profil)
- Regulärer Eintritt ab 21. Juni 2026: 18 Euro (mumok – offizielle Preisliste).
- Genaue Preisänderungen für Sonderausstellungen – die AGB des Hauses weisen darauf hin, dass abweichende Preise möglich sind (mumok – Allgemeine Geschäftsbedingungen).
- Ob alle Sammlungsbereiche nach der Sanierung vollständig zugänglich sein werden. (mumok – Allgemeine Geschäftsbedingungen)
- Umbauphase offiziell bis 19. Juni 2026 – ab 20. Juni neue Ausstellungen (mumok – Umbauphase und Öffnungszeiten).
- Wiedereröffnung der Ausstellungsräume ab 20. Juni 2026 mit neuen Programmen.
- Weiterhin Veranstaltungen während der Umbauphase im MQ.
Was ist das mumok?
Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien – kurz mumok – ist ein Bundesmuseum im ersten Wiener MuseumsQuartier. Die Einrichtung blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und beherbergt eine der international renommiertesten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich.
Geschichte und Gründung
Das Haus wurde 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts gegründet. Drei Jahrzehnte später, im Jahr 2001, erfolgte der Umzug in den markanten Neubau von Ortner & Ortner im MuseumsQuartier. Seitdem firmiert das Museum unter dem Namen mumok – einer Klangschöpfung aus den Initialen des langen offiziellen Titels. Die Stiftung Ludwig – benannt nach den Sammlern Peter und Irene Ludwig – brachte zahlreiche Schlüsselwerke ein und prägt bis heute die Ausrichtung.
Die Gründung des Hauses fiel in eine Zeit, in der Wien seinen Ruf als Kulturstadt jenseits der Klassik erneuern wollte. Das mumok ist damit nicht nur ein Museum, sondern auch ein kulturpolitisches Statement der Nachkriegsmoderne.
Sammlungsschwerpunkte
Die Sammlung des mumok umfasst rund 10.000 Werke von etwa 1.600 Künstler:innen (MuseumsQuartier Wien – Profil des Hauses). Die Schwerpunkte:
- Klassische Moderne: Werke von Picasso, Léger und Malewitsch.
- Pop Art: Die mumok-Sammlung besitzt zentrale Arbeiten von Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Claes Oldenburg – eine der besten Pop-Art-Kollektionen Europas.
- Zeitgenössische Kunst: Positionen ab den 1990er Jahren bis in die Gegenwart.
- Wiener Aktionismus: Eine bedeutende Werkgruppe dieser stilbildenden österreichischen Bewegung.
Der Unterschied: Anders als viele Häuser, die sich entweder auf Moderne oder auf Gegenwartskunst spezialisieren, bespielt das mumok beide Felder – und schafft damit Brücken, die in Wien sonst kaum ein Museum zieht.
Architektur des Gebäudes
Der Bau von Ortner & Ortner ist ein prismatischer schwarzer Block, der bewusst mit der umliegenden barocken Bausubstanz des MuseumsQuartiers kontrastiert. Die Fassade aus dunklem Glas und Metall sollte ursprünglich als „transparente Box“ erscheinen – tatsächlich wirkt das Gebäude je nach Lichteinfall mal undurchdringlich, mal wie ein Spiegel der Umgebung. Die Ausstellungsflächen verteilen sich auf vier Ebenen, die über eine großzügige Treppe erschlossen werden.
Wie hoch sind die Eintrittspreise für das mumok?
Seit der Wiedereröffnung nach der Umbauphase gelten neue Preisstrukturen. Die folgende Übersicht fasst die aktuellen Tarife zusammen, die das mumok auf seiner offiziellen Seite ausweist.
| Ticketkategorie | Preis (Stand 2026) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Regulärer Eintritt | 18 Euro | Gültig ab 21. Juni 2026 (mumok Preisliste) |
| Ermäßigt (Studierende, Senioren) | 15 Euro | Gilt für Berechtigte mit Ausweis |
| Jahreskarte | 39 Euro | Unbegrenzter Eintritt für ein Jahr |
| U27-Jahreskarte | 25 Euro | Für Besucher:innen unter 27 Jahren |
| Freier Eintritt | 0 Euro | Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren, Jahreskartenbesitzer:innen |
Was das bedeutet: Die Preise sind im Vergleich zu anderen Wiener Museen moderat. Besonders die U27-Jahreskarte ist ein starkes Angebot für junge Erwachsene – 25 Euro für ein Jahr unbegrenzte Kunst sind weniger als zwei reguläre Kinobesuche. Das museumseigene Online-Ticketing erlaubt den Vorabkauf, und die Kassa vor Ort akzeptiert Bar- und Kartenzahlung während der Öffnungszeiten.
Wie lange braucht man im mumok?
Empfohlene Besuchsdauer
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 1,5 bis 2 Stunden. Wer die Sammlung systematisch durchgehen möchte, sollte eher zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen. Die vier Ausstellungsebenen sind so konzipiert, dass man sie in einem Rundgang ohne große Umwege erfassen kann.
Tipps zur Zeitplanung
Für einen Kurzbesuch von 45 Minuten reicht die Zeit, um die Highlights der Pop-Art-Abteilung im Erdgeschoss und eine der Wechselausstellungen zu sehen. Besucher:innen, die das gesamte Haus erkunden wollen, sollten wissen, dass das mumok dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist (mumok – englische Besucherseite). Montags bleibt das Museum durchgehend geschlossen.
Ist das mumok geschlossen?
Sanierung und Umbauphase 2024–2026
Das mumok befand sich in einer mehrmonatigen Umbauphase, die offiziell vom 18. Mai bis 19. Juni 2026 andauerte (mumok – Umbauphase und Öffnungszeiten). In dieser Zeit war das Haus nicht regulär geöffnet – einige Veranstaltungen fanden jedoch im Rahmenprogramm des Tolia Curriculum im MuseumsQuartier statt. Seit dem 20. Juni 2026 sind die Ausstellungsräume wieder regulär zugänglich.
Aktuelle Öffnungszeiten
Seit der Wiedereröffnung gelten die gewohnten Zeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen ebenfalls. Die Überprüfung der Website vor dem Besuch wird empfohlen, weil kurzfristige Änderungen möglich sind.
Die Sanierung war längst überfällig – das Gebäude von 2001 zeigte nach 20 Jahren intensive Nutzung Abnutzungserscheinungen an Haustechnik und Fassade. Für Besucher:innen bedeutete die Schließung eine Zwangspause, doch das Programm im MQ sicherte die Präsenz des Hauses in der Wiener Kunstszene.
Der Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website kurz vor der Anreise. Die MQW-Seite führt ebenfalls aktuelle Informationen.
Welche besonderen Angebote gibt es im mumok?
Mumok Kino
Das mumok Kino zeigt regelmäßig Filmprogramme, die thematisch an die Ausstellungen anknüpfen. Das Spektrum reicht von Künstlerporträts über Dokumentationen bis zu experimentellem Film. Die Vorführungen sind meist kostenlos im Eintritt enthalten.
Mumok Shop
Der Designshop im Foyer führt Ausstellungskataloge, Kunstdrucke, Poster und ausgewählte Kunstobjekte. Das Sortiment ist kuratiert und wechselt mit den Ausstellungen – der Shop lohnt sich für alle, die ein besonderes Souvenir aus der Wiener Museumslandschaft suchen.
Mumok Freispielstation
Die Freispielstation ist ein interaktiver Bereich für Kinder und Jugendliche. Hier können Besucher:innen aller Altersstufen selbst kreativ werden – malen, bauen, collagieren – angelehnt an die Themen der aktuellen Ausstellung. Der Eintritt zur Freispielstation ist im Museumsticket enthalten. Das Bildungsprogramm des Hauses ist auf Kinder ab vier Jahren ausgelegt, wie die MQW-Seite bestätigt (MuseumsQuartier – Bildungsprogramm mumok).
Mumok Sonntagsatelier
An Sonntagnachmittagen öffnet das Sonntagsatelier seine Türen. Kreative Workshops für Familien bieten die Möglichkeit, unter Anleitung künstlerische Techniken auszuprobieren. Das Format ist Teil des öffentlichen Programms und in der Regel kostenlos zugänglich – meist findet parallel um 14 Uhr ein öffentlicher Ausstellungsrundgang statt (mumok – Startseite mit Programmvorschau).
Familien unterschätzen oft, dass das Sonntagsatelier nicht durchgehend angeboten wird – die Termine sind saisonal und richten sich nach dem Ausstellungsrhythmus. Ein Blick auf die Programmvorschau auf mumok.at vor dem Besuch erspart Enttäuschung.
Die Praxis: Wer mit Kindern ins mumok kommt, sollte die Freispielstation und das Sonntagsatelier kombinieren – das schafft einen Nachmittag voller Kunst und eigener Kreativität, der Jung und Alt gleichermaßen anspricht.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gibt es Führungen im mumok?
Ja. Es werden öffentliche Führungen auf Deutsch und Englisch angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos mit gültigem Museumsticket oder Jahreskarte. Die englische Guided Tour zu den mumok-Highlights findet an bestimmten Terminen statt (mumok – Führungen in englischer Sprache).
Kann man im mumok fotografieren?
Fotografieren ohne Blitz ist in den Dauerausstellungen in der Regel erlaubt, sofern keine gegenteiligen Hinweise vor Ort angebracht sind. In Sonderausstellungen gelten mitunter Einschränkungen.
Ist das mumok barrierefrei?
Das Gebäude ist weitgehend barrierefrei zugänglich. Ein Aufzug verbindet alle Ausstellungsebenen. Rollstühle stehen an der Kassa leihweise zur Verfügung. Für weitere Details empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit dem Besucherservice.
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum mumok?
Das MuseumsQuartier liegt zentral: die U-Bahn-Linien U2 (Station MuseumsQuartier) und U3 (Station Volkstheater) halten in unmittelbarer Nähe. Die Straßenbahnlinie 49 sowie die Buslinie 48A bedienen ebenfalls die Haltestelle.
Gibt es Ermäßigungen für Studierende?
Ja. Studierende zahlen den ermäßigten Preis von 15 Euro gegen Vorlage eines gültigen Studierendenausweises. Die U27-Jahreskarte für 25 Euro ist eine Alternative für häufige Besuche.
Darf ich mit Kindern ins mumok?
Ja. Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Die Freispielstation und das Sonntagsatelier bieten altersgerechte kreative Angebote, und das Bildungsprogramm ist ab vier Jahren ausgelegt.
Gibt es einen Kleiderkodex?
Nein. Wie in den meisten Wiener Museen gibt es keine formalen Kleidervorschriften – bequeme Kleidung wird empfohlen, da man mehrere Stunden auf den Beinen sein kann.
Für Kunstinteressierte in Wien ist der Besuch des mumok eine klare Empfehlung: Die Kombination aus weltberühmter Pop-Art-Sammlung, wechselnden zeitgenössischen Ausstellungen und familienfreundlichen Angeboten macht das Haus zu einem der vielseitigsten Museen der Stadt. Wer sich für die aktuelle Sanierungsphase interessiert, findet auf der Website des Hauses die genauesten Informationen – die Wiedereröffnung im Sommer 2026 verspricht ein neues Kapitel. Die Entscheidung steht fest: Ein Nachmittag im mumok ist mehr als ein Museumsbesuch – er ist ein Dialog zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart, den keine Ausstellungskopie ersetzen kann.