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Ferrari SF90: Preis, Motor, Leistung & Kritik im Überblick

Freddie Edward Bennett Harrison • 2026-07-14 • Gepruft von Hannah Fischer

Mit 1.000 PS und Hybridantrieb – der Ferrari SF90 Stradale ist ein Superlativ auf vier Rädern. Doch der erste Plug-in-Hybrid aus Maranello sorgt nicht nur für Begeisterung, sondern auch für hitzige Diskussionen unter Fans und Fachleuten.

Leistung (PS): 1.000 ·
0–100 km/h: 2,5 s ·
Höchstgeschwindigkeit: 340 km/h ·
Preis ab (Deutschland): ca. 500.000 € ·
Motor: V8 Biturbo + Hybrid ·
Produktionsstart: 2019

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • : Vorstellung auf dem Genfer Autosalon (Automobilwoche)
  • : Erste Kundenauslieferungen (Automobilwoche)
  • : Markteinführung des SF90 Spider (Automobilwoche)
  • : Berichte über schwache Verkaufszahlen und fallende Gebrauchtpreise (Automobilwoche)
4Wie es weitergeht
  • Ferrari arbeitet an Nachfolgemodellen – Hybridstrategie wird ausgebaut (Car and Driver)
  • Gebrauchtmarkt: Preise könnten weiter fallen, bevor sie sich stabilisieren (Car and Driver)
  • SF90 XX Stradale als limitierte Sonderserie (Car and Driver)

Sieben zentrale technische Daten – von Motor über Getriebe bis CO₂ – in der Übersicht:

Merkmal Wert
Motortyp V8 Biturbo mit Hybrid (PHEV)
Hubraum 3990 cm³
Systemleistung 1000 PS (735 kW)
Elektromotoren 3 (2 vorne, 1 hinten)
Getriebe 8‑Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Leergewicht ca. 1600 kg
CO₂-Emissionen (WLTP) 154 g/km

Wie viel kostet ein Ferrari SF90?

Der Einstiegspreis für den SF90 Stradale liegt in Deutschland bei rund 500.000 €. Auf dem US‑Markt nennt Car and Driver (Automagazin mit Testdaten) 511.250 US‑Dollar Basispreis, MotorTrend (US‑Fachmagazin) nennt 524.816 US‑Dollar inklusive Auslieferung.

Die Preisspanne zeigt, wie stark der Standort den Kaufpreis beeinflusst – und dass die Luxussteuer auf dem US‑Markt anders ausfällt als in Deutschland.

Preis in Deutschland

  • SF90 Stradale: ca. 500.000 € (Grundpreis laut Ferrari‑Händlern)
  • SF90 Spider: ab ca. 575.445 US‑Dollar auf US‑Niveau; in Deutschland entsprechend teurer
  • SF90 XX Stradale: limitierte Auflage, Car and Driver gibt 890.000 US‑Dollar an

Gebrauchtpreise

Am Gebrauchtmarkt sind die Preise stark gefallen. Aktuelle Angebote liegen zwischen 350.000 und 450.000 €, je nach Laufleistung und Ausstattung. Automobilwoche (Branchendienst) berichtet von einem deutlichen Wertverlust im Vergleich zum Neupreis.

Konfiguratoroptionen und Aufpreise

Das Assetto‑Fiorano‑Paket (Rennstrecken‑Optimierung) kostet rund 30.000 € extra. Daneben gibt es individuelle Lackierungen und Carbon‑Details – der Konfigurator auf Ferrari.com (Herstellerportal) zeigt die gesamte Bandbreite.

Der Preis‑Effekt

Für den Preis eines SF90 Stradale bekommt man zwei Porsche 911 Turbo S – und trotzdem bleiben Käufer zögern. Die hohe Komplexität des Hybridsystems schreckt viele ab, zeigt aber Ferraris technischen Anspruch.

Fazit: Der SF90 ist der teuerste Serien‑Ferrari seiner Klasse. Käufer mit kleinem Budget sollten auf den Gebrauchtmarkt achten. Für Sammler: das Assetto‑Fiorano‑Paket sichert die Werthaltigkeit.

Ist der SF90 ein Hypercar oder ein Supercar?

Definition von Hypercar vs. Supercar

Ein Hypercar übertrifft Supercars in jeder Disziplin – Leistung >1.000 PS, Leichtbauweise, exklusive Technik. Supercars sind extrem leistungsstarke Sportwagen. Der SF90 Stradale liegt mit 1.000 PS genau auf der Grenze.

Leistungsdaten des SF90

  • Systemleistung: 1.000 PS (986 bhp) – Ferrari (Werksangaben)
  • 0–100 km/h: 2,5 s – Ferrari
  • Höchstgeschwindigkeit: über 340 km/h – Ferrari
  • Leergewicht: ca. 1.600 kg – Autocar (britische Autozeitschrift)

Einordnung durch Fachpresse

Die meisten Tester sehen den SF90 als Supercar. Goodwood (Motorsport‑Magazin) bezeichnete ihn bei der Vorstellung als „Plug‑in‑Hybrid‑Hypercar“ – Ferrari selbst vermeidet den Begriff und spricht offiziell vom Supersportwagen.

Die Paradoxie

Mit 1.000 PS erfüllt der SF90 die nackten Zahlen eines Hypercars, doch sein Gewicht und die straßentaugliche Auslegung verorten ihn im Supercar‑Segment. Ferrari hat bewusst eine Brücke gebaut – nicht die Krone gesucht.

Hat der SF90 einen V12?

Nein – der SF90 Stradale wird von einem 4,0‑Liter‑V8‑Biturbo angetrieben. Ferrari (offizielle Produktseite) gibt für den Verbrenner 780 PS an, dazu kommen drei Elektromotoren mit 220 PS.

Motorisierung des SF90

  • V8‑Biturbo, 90°‑Zylinderwinkel, Hubraum 3.990 cm³ – Ferrari
  • Drei E‑Maschinen: zwei an der Vorderachse (Allrad), einer zwischen Motor und Getriebe
  • Systemdrehmoment: 900 Nm – Ferrari Deutschland
  • Lithium‑Ionen‑Akku mit 6,5 kWh Kapazität – Car and Driver

Historische V12-Ferraris

Frühere Ferrari‑Supersportwagen wie der LaFerrari oder der F12 beruhten auf V12‑Motoren. Der SF90 ist der erste Serien‑Ferrari, der auf einen V12 verzichtet – ein klarer Kurswechsel hin zur Elektrifizierung. Die puristische Fangemeinde vermisst den typischen V12‑Sound, wie evo (Sportwagenmagazin) anmerkt.

Ist der SF90 das schnellste Auto?

Beschleunigungswerte

Höchstgeschwindigkeit im Vergleich

340 km/h sind beeindruckend, aber keine Rekordmarke. Der Bugatti Chiron schafft über 400 km/h, der Rimac Nevera 415 km/h. Der SF90 ist unter den schnellsten Ferraris, aber nicht das schnellste Serienfahrzeug der Welt.

Rundenzeiten auf dem Nürburgring

Offizielle Rundenzeiten für den SF90 Stradale liegen nicht vor. Das Schwestermodell Ferrari 296 GTB (ebenfalls V6‑Hybrid) unterbot angeblich 7 Minuten – der SF90 dürfte ähnlich liegen. Ferrari betont die Rennstrecken‑Performance, ohne konkrete Zeiten zu nennen.

Fazit: Der SF90 ist kein Geschwindigkeits‑Rekordhalter, aber ein extrem schneller Alltags‑Supersportwagen. Für Fahrer, die auf der Landstraße Spaß suchen, ist er schnell genug – für Rekordjäger nicht.

Warum verkauft sich der SF90 nicht?

Verkaufszahlen und Marktentwicklung

Exakte Stückzahlen veröffentlicht Ferrari nicht. Laut Automobilwoche (Branchenmedium) blieben die Zulassungen in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Der Gebrauchtpreisverlust von teils über 30 % in zwei Jahren spricht eine deutliche Sprache.

Kritikpunkte am Modell

Vergleich mit Konkurrenten

Der McLaren Artura (ca. 680 PS, 1.495 kg) und der Lamborghini Sián (Hybrid‑V12, limitiert) sind direkte Gegenspieler. Beide setzen auf weniger E‑Unterstützung – und auf mehr Emotion. Der SF90 wirkt dagegen technisch überladen, aber weniger seelenvoll, wie Top Gear (Automagazin) anmerkt.

Die Bremse

Der SF90 ist kein schlechtes Auto – aber er ist das falsche Auto für die falsche Zielgruppe. Für Technikfans ein Meisterwerk, für Traditionalisten ein Verrat. Der Markt zeigt: Letztere sind lauter und kaufkräftiger.

Bestätigte Fakten – Was unklar ist

Bestätigte Fakten

  • V8‑Biturbo, kein V12
  • Systemleistung 1.000 PS
  • Neupreis ca. 500.000 €
  • Erster Ferrari‑Plug‑in‑Hybrid
  • 0–100 km/h: 2,5 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 340 km/h

Was unklar ist

  • Ob der SF90 als Hypercar gilt (Definitionsfrage)
  • Exakte Verkaufszahlen – keine offiziellen Daten
  • Ob der SF90 von Sammlern langfristig geschätzt wird
  • Langzeit‑Zuverlässigkeit des Hybridsystems

Stimmen zum SF90

„Der Ferrari SF90 Stradale ist der erste Plug‑in‑Hybrid‑Supersportwagen von Ferrari und markiert den Beginn einer neuen Ära.“

Ferrari Pressemitteilung, 2019

„Mit 1.600 Kilogramm ist der SF90 ein schwerer Ferrari – und der synthetische Motorsound wird Fans des V12‑Gebrülls enttäuschen.“

Auto Bild, 2020

„Der SF90 ist technisch eine Offenbarung, aber emotional bleibt er hinter den großen Zwölfzylindern zurück.“

auto motor und sport, 2021

Der Ferrari SF90 Stradale ist ein ambitioniertes Projekt – ein Plug‑in‑Hybrid mit 1.000 PS, der technisch Maßstäbe setzt. Doch die Zurückhaltung der traditionellen Ferrari‑Käufer zeigt: Innovation allein ist kein Erfolgsgarant. Für den deutschen Markt, wo Wertanlage und Sound bis heute entscheidende Kaufkriterien sind, steht die Wahl klar: entweder auf die Zukunft setzen und die hohe Komplexität in Kauf nehmen – oder zu einem klassischen Strada‑Modell greifen, das keine Kompromisse bei der Emotionalität macht.

Wer den SF90 mit seinem Vorgänger vergleichen möchte, findet beim Ferrari 488 Pista Spider eine detaillierte Preis- und Leistungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Welche Farben sind für den Ferrari SF90 erhältlich?

Ferrari bietet über das „Tailor Made“-Programm nahezu unbegrenzte Farboptionen; Standardpalette umfasst Rosso Corsa, Giallo Modena, Nero Daytona und viele Metallic‑Töne.

Wie viele PS hat der Ferrari SF90?

Die Systemleistung beträgt 1.000 PS (735 kW) – V8 780 PS plus drei Elektromotoren mit 220 PS.

Ist der SF90 alltagstauglich?

Ja, durch den Hybrid‑Antrieb und die elektrische Reichweite von ca. 15 Meilen (EPA: 9 Meilen) ist er für Kurzstrecken und Stadtfahrten geeignet. Das Fahrwerk ist straff, aber nicht unkomfortabel.

Wie viel wiegt der Ferrari SF90?

Das Leergewicht liegt bei etwa 1.600 kg – für einen Supersportwagen mit Hybridsystem ein hoher Wert.

Was ist der Unterschied zwischen SF90 Stradale und SF90 Spider?

Der Spider hat ein elektrisches Faltdach und ist rund 100 kg schwerer. Er ist teurer und bietet Offenfahr‑Vergnügen.

Wie zuverlässig ist der Ferrari SF90?

Langzeiterfahrungen sind rar. Bisherige Rückrufe betrafen Software‑Probleme und die Batteriekühlung. Die Hybridtechnik ist komplex, aber Ferrari bietet umfangreiche Garantien.

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